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„Wer Inklusion ernst nimmt, muss Barrierefreiheit voranbringen.“

Gordan Dudas absolviert Tagespraktikum im Johannes-Busch Haus

Johannes-Busch Wohnverbund 001Am vergangenen Freitag hat der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas ein Tagespraktikum in seiner Reihe „Freitag ist DienstTag“ im Johannes-Busch Wohnverbund absolviert. Wie immer ging es darum, neue Eindrücke zu gewinnen, Erfahrungen mit Menschen zu machen und die Erkenntnisse mit in die politische Arbeit zu nehmen.

Im Johannes-Busch Haus werden Menschen mit geistiger Beeinträchtigung betreut. Insgesamt 54 Menschen mit Behinderung leben am Stammsitz, davon 26 im Wohnheim und 28 im Heilpädagogischen Wohnen. Das Wohnheim bietet insgesamt vier Wohngruppen. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden dort insbesondere in lebenspraktischen Dingen gefördert. Im Heilpädagogischen Wohnen finden Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf ein Zuhause. Konkret wurde Dudas in der Seniorenbetreuung eingesetzt.

Johannes-Busch Wohnverbund 003„Begonnen hat mein Tag um 8 Uhr mit einer kurzen Vorstellung des Johannes-Busch Hauses. Danach ging es direkt los zum Einkaufen. Gemeinsam mit mehreren Bewohnerinnen und Bewohnern machten wir uns auf den Weg. Auf dem Weg zum Laden wurde mir an mehreren Stellen bewusst, welche Probleme mit mangelnder Barrierefreiheit einhergehen. So erweisen sich nicht und nur teilweise abgesenkte Bürgersteige als Herausforderungen im Alltag“, berichtet der Tagespraktikant.

„Nach dem kurzen Ausflug haben wir eine Spielerunde veranstaltet und „Mensch Ärger Dich nicht“ gespielt und gekniffelt. Ich wurde Vorletzter“, so Dudas.

Danach haben alle gemeinsam das Frühstück vorbereitet und den Tisch eingedeckt. „Heute war ein besonderer Tag, denn Bewohnerinnen und Bewohner der Waldheimat in Rönsahl waren zu Gast zu einem gemeinsamen Frühstück. Ein solcher Besuch ist schön, man trifft andere Menschen und kann sich austauschen. Natürlich habe ich geholfen beim Abdecken des Tisches und mit sauber gemacht. Dann durfte ich ein wenig über mich und meine Arbeit im Landtag erzählen.“

Gemeinsame Frühstück mit den Bewohnern der Waldheimat Rönsahl.

Gemeinsame Frühstück mit den Bewohnern der Waldheimat Rönsahl.

Besonders bewegt hat Gordan Dudas die Gedenkfläche auf dem Grundstück des Johannes-Busch Hauses. Hier wird an die verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses erinnert. Gedenken und erinnern stehen hier im Mittelpunkt.

Später haben die Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Küchenkraft den Speiseplan für die nächste Woche besprochen. „Mir hat gefallen, dass die Bewohner auch Wünsche geäußert haben, die dann teilweise mit aufgenommen werden konnten.“ Zum Abschluss ging es dann in den Garten zum gemeinsamen „Chillen und Klönen“. Denn das gute Wetter musste einfach ausgenutzt werden.

Sein Fazit: „Der Tag hat mich nachhaltig beeindruckt und noch einmal zusätzlich für das Thema ‚Barrierefreiheit‘ sensibilisiert. Wenn man Inklusion ernst nimmt ist es wichtig, verstärkt auf Barrierefreiheit zu achten! Zudem hat mir das Praktikum gezeigt, dass der Wunsch zum selbständigen betreuten Wohnen da ist. Aufgrund des demografischen Wandels steigt auch künftig der Bedarf. Daher braucht man bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum. Diese Erfahrungen nehme ich natürlich mit und werde sie politisch aufgreifen. Ein Ansprechpartner für den Wohnraum ist da natürlich die städtische LüWo.

Ich danke Frau Sternemann und Herrn Cordt und natürlichen allen Bewohnerinnen und Bewohnern sehr herzlich für die Möglichkeit, heute diese Eindrücke im Rahmen des Praktikums zu gewinnen.“