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Demonstration der Sozial- und Behinderten-Verbände muss die Landesregierung wachrütteln

Auch aus dem Märkischen Kreis waren Vertreter der Sozialverbände wie der Lebenshilfe Lüdenscheid angereist, um für die Rechte der Menschen mit Behinderungen zu demonstrieren.

Auch aus dem Märkischen Kreis waren Vertreter der Sozialverbände wie der Lebenshilfe Lüdenscheid angereist, um für die Rechte der Menschen mit Behinderungen zu demonstrieren.

Am heutigen Mittwoch demonstrierten der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, der SoVD NRW, der Landesverband “Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben” und die LAG Selbsthilfe gemeinsam vor dem Düsseldorfer Landtag. Anlass für die Demonstration ist das von Landesbauministerin Scharrenbach (CDU) angekündigte Moratorium zur Landesbauordnung.

Es ist unfassbar, dass die CDU-geführte Landesregierung das Inkrafttreten der Landesbauordnung um ein Jahr verlängern will. In einem gemeinsamen Kraftakt ist es der SPD-geführten Vorgängerregierung und den Verbänden gelungen, zahlreiche Verbesserungen für die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum in der Landesbauordnung zu verankern. Deswegen unterstützen wir die Forderungen der Menschen mit Behinderung und ihrer Verbände, dass es zu keiner weiteren Verzögerung bei der Landesbauordnung kommen darf. Die Demonstration muss die Landesregierung wachrütteln.

Es darf nicht sein, dass das Recht der Menschen selbst zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen, eingeschränkt wird. Die Rechte der Menschen mit Behinderung auf gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung dürfen nicht zum Spielball von Kosteneinsparungen werden.

Daher war es wichtig, dass auch Vertreter der Sozialverbände aus dem Märkischen Kreis mit gegen diese unsoziale Politik – an den Bedürfnissen der Menschen vorbei – demonstriert haben.