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Lüdenscheiderin Anna Schombel besucht Gordan Dudas im Landtag NRW

Nach einem Jahr „Internationaler Freiwilligendienst“ in Frankreich

 „Das ist etwas ganz Besonderes. Bemerkenswert und einfach toll, dass ein junger Mensch wie Anna Schombel für ein Jahr ins Ausland geht und dort Menschen hilft“, zeigt sich der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas begeistert von seinem Gast im Düsseldorfer Landesparlament.

Die 19-jährige Anna Schombel hat im Rahmen des Auslandsfreiwilligendienstes direkt nach dem Schulabschluss ein Jahr in Frankreich verbracht und mit Jugendlichen gearbeitet. Der Internationale Jugendfreiwilligendienst – kurz IJFD – bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich im Ausland zu engagieren. Nach Informationen der Bundesregierung findet der Einsatz im sozialen oder ökologischen Bereich sowie in der Friedens- und Versöhnungsarbeit statt.

Anna Schombel hatte lange Zeit den Plan nach Norwegen zu reisen, sich dann aber kurzfristig um entschieden und ist für ein Jahr nach Frankreich gegangen. Für die Finanzierung hatte sie im Vorfeld Spenden eingeworben und sich über insgesamt gut 90 Unterstützerinnen und Unterstützer gefreut. Neben Geldspenden hat sie unter anderem von geschenktem Obst Marmelade verkocht und dann verkauft, um die notwendige Summe von 2.800 Euro zusammenzubekommen.

Anna Schombel (vorne rechts) mit ihrer Mutter bei Gordan Dudas im Landtag NRW.

Anna Schombel (vorne rechts) mit ihrer Mutter bei Gordan Dudas im Landtag NRW.

In Cantegril in Süd-Frankreich hat Anna Schombel in einer Wohngemeinschaft mit Jugendlichen gelebt bzw. gearbeitet, die vom Jugendamt aus Familien geholt wurden. Später hat sie auch mit Flüchtlingen gearbeitet, die dort untergebracht waren. Bei ihrem Landtagsbesuch schilderte Frau Schombel auch die zuvorkommende Art und Hilfsbereitschaft der Franzosen. Gerade auf der Rückreise nach Lüdenscheid, die Schombel gemeinsam mit einer Freundin mit dem Fahrrad bestritten hat, wurde sie immer wieder von Menschen positiv überrascht. Fremde Menschen baten ihnen Verpflegung für den Weg an, einmal konnten sie auf dem Parkplatz einer Polizeiwache ihr Zelt aufschlagen.

„Besonders faszinierend finde ich die geschilderten Eindrücke von Frau Schombel. Die Gelassenheit und Freundlichkeit, die sie bei ihrem Aufenthalt in Frankreich erlebt hat, zeigt mir, dass die europäische Einigung gerade auch in turbulenten Zeiten wie heute enorm wichtig ist. Die Jugend hat es verdient, in einem gemeinsamen Europa groß zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass Anna Schombel diese Erfahrungen nie vergessen wird. Und ich bin sehr froh, dass sie sich die Zeit genommen hat, mir von ihren Erlebnissen zu berichten. Dafür meinen herzlichen Dank“, so das Fazit von Dudas, der sich durch die Erfahrungen von Anna Schombel in seiner Arbeit bestätigt sieht.