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Dudas referiert über Integrationspolitik
Auf Einladung des Bundes der Alevitischen Jugend (BDAJ) und der Friedrich Ebert Stiftung stand Gordan Dudas den Aktivisten der Alevitischen Jugend im Rahmen eines Seminars im Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick als Referent zur Verfügung. Dudas, dessen Eltern aus dem ehemaligen Jugoslawien (heute: Kroatien) vor rund 50 Jahren nach Deutschland gekommen sind, berichtete über seine Erfahrungen aus Kindheit und Jugend und wie er mit seinem Migrationshintergrund bislang umgegangen ist. Schmunzelnd stellte Dudas fest, dass ihm sein Migrationshintergrund mit einer Ausnahme nicht sonderlich auffiel. So habe er sich immer gewundert, warum man sich bei Freunden aus “urdeutschen” Familien immer anmelden musste, während man bei Migrationsfamilien die Tür “immer offen stand”.
Dafür stehe ich > Migranten & Migrantinnen
Integration – Miteinander – Akzeptanz
Integration muss die gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Gelungene Integration führt im Ergebnis zur Gleichstellung in allen Lebensbereichen. Sie verlangt nicht die Aufgabe eigener kultureller Identität, aber die Anerkennung der „neuen“ Kultur. Deshalb darf Integration keine Einbahnstraße sein.
Beide, die aufnehmende Gesellschaft und die Einwanderer müssen zum gelungenen Einleben ihren Beitrag leisten.
• Voraussetzung für die Integration junger Migranten sind gerechte Bildungschancen. Hier gilt der Grundsatz „Fördern und Fordern“.
• Kindertagesstätten in sozialen Problembezirken müssen personell besser ausgestattet werden.
• Schulen, an denen wenige qualifizierte Abschlüsse erreicht werden, müssen sozialpädagogisch stärker unterstützt werden.
• Die jeweiligen Muttersprachen sind anzuerkennen und zu fördern.
• Migrantinnen und Migranten müssen motiviert werden die deutsche Sprache zu erlernen. Das Ziel muss sein, dass alle Kinder bei der Einschulung die deutsche Sprache beherrschen.
• Mädchen mit religiösem und kulturellem Problemhintergrund sind zu schützen und zu fördern.
• Langjährig in Deutschland lebende Migrantinnen und Migranten aus nicht EU-Ländern, sollen das kommunale Wahlrecht mit dem Ziel der verbesserten Mitbestimmung und Integration erhalten.