Nominierungsrede

Nominierungsrede zur Wahlkreisdelegiertenkonferenz 123 am 11.11.2009

Liebe Genossinnen und Genossen,

als meine Eltern vor fast 50 Jahren, aus dem ehemaligen Jugoslawien hierher kamen, hofften und glaubten sie daran in mehr Freiheit und Wohlstand leben zu können.

Sie glaubten daran, dass hier die Verwirklichung ihrer persönlichen Träume möglich sei.

Sie setzten alles daran, dass ihre Kinder diese Träume ebenfalls verfolgen konnten.

Sie machten meiner Schwester und mir klar, welche elementaren Dinge für den Erfolg

und das gerechte Zusammenleben in einer Gesellschaft wichtig sind.

Das war die Basis, warum ich mich mit 18 Jahren für die SPD und keine andere

Partei entschieden habe!

Denn in nur drei Worten bringt diese Partei es auf den Punkt, wozu es andere in

seitenlangen Programmen bis heute nicht geschafft haben.

Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität!

Deshalb bin ich heute Abend hier!

Weil Sozialdemokraten, Männer und Frauen, immer den Mut gefunden haben,

sozialdemokratische Werte zu verteidigen, wann immer sie auch gefährdet waren!

  • Heute sind mehr Menschen ohne Arbeit!
  • Mehr Menschen, die härter Arbeiten für weniger Lohn!
  • Mehr Menschen die ihr Haus verloren, weil sie ihr Erspartes, Hasardeuren anvertrauten, die es auf den internationalen Finanzmärkten verzockt haben!
  • Mehr Menschen haben heute Autos, die sie sich nicht mehr leisten können!
  • Kredite die sie nicht mehr bezahlen können!
  • Mehr Menschen die nicht wissen, wie sie Ihre Kinder kleiden und ernähren sollen und Studiengebühren bezahlen, die nicht mehr in ihrer Reichweite liegen!

Das Versagen darauf zu Antworten, ist das Ergebnis, maßloser, neoliberaler Gier

und der gescheiterten konservativ/liberalen Politik in unserem Land und Weltweit.

Die Landtagswahl im Mai, ist unsere Chance, in NRW die Sozialdemokratie im

21. Jahrhundert lebendig zu halten und mit den Menschen gemeinsam, eine neue

soziale Ausrichtung unserer Gesellschaft und der Märkte einzuschlagen.

  • Wir Sozialdemokraten, haben andere Maßstäbe als die Konservativen und Neoliberalen in diesem Land!
  • Wir messen uns daran, wie viele Menschen in Lohn und Arbeit stehen!
  • Wir messen Gerechtigkeit daran, dass eine Kellnerin nicht von Ihrem Trinkgeld leben muss, sondern dass gute Arbeit mit gutem Geld entlohnt wird!

Wir sind für den Mindestlohn flächendeckend!

  • Wir setzten auf eine Frauenförderung, die ihrem Namen gerecht wird:

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Führungspositionen für Frauen

durch verbindliche Regelungen! Frauen und Männer, müssen in allen

gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt sein!

  • Wir messen die Stärke unserer Wirtschaft nicht an Managern, die von Steuer-

vorteilen leben und ihre Unternehmen ins Ausland verlagern, um die Rendite zu

steigern, sondern an den Menschen die tagtäglich zur Arbeit gehen und zum

Gelingen beitragen. Wir wollen, dass die Würde der Arbeit wieder respektiert wird!

  • Wir kämpfen für den Erhalt des Kündigungsschutzes und wir sichern die Mitbestimmung in den Betrieben!
  • Wir messen Gerechtigkeit daran, dass Kinder von Geburt an, egal welcher Herkunft, eine Chance auf kostenlose Bildung erhalten!
  • Wir stehen zur Beitragsfreiheit in Kindergärten!
  • Wir stehen für ein klares Nein, zu Studiengebühren!
  • Wir setzen auf erneuerbare Energien und den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen und wir halten am Ausstieg aus der Atomenergie fest!

Das sind die Gründe, warum ich heute Abend hier bin!

Das sind unsere Überzeugungen, für die wir als Sozialdemokraten eintreten,

liebe Genossinnen und Genossen!

  • Wir sind die Partei von Willy Brandt!
  • Wir sind die Partei von Johannes Rau!
  • Wir sind die Erben all jener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten,

die diese Werte aufgebaut und über 150 Jahren lang verteidigt haben!

Daher soll mir niemand sagen, Sozialdemokraten könnten diese Land nicht regieren!

Die Konservativen haben dieses Erbe verprasst und wir müssen es erneuern.

Jetzt erst recht! Liebe Genossinnen und Genossen!

Darum kandidiere ich, darum trete ich zur Landtagswahl gegen Bernd Schulte an:

  • Ich stehe für klare Kante!
  • Ich trete an, weil ich Sozialdemokrat bin!

Und da halte ich es wie unser Genosse, Franz Müntefering:

„In die SPD trittst du ein mit 18 und aus wenn du stirbst.“

  • Ich trete an, um nächstes Jahr im Mai, gegen Bernd Schulte und seine CDU,

nicht als zweiter, sondern als Sieger durchs Ziel zu gehen!

Ich setze nicht auf Platz, sondern auf Sieg, liebe Genossinnen und Genossen!

  • Ich trete an, damit nicht andere (neuerdings sogar die FDP) in sozialdemokratischer Mogelpackung dieses Land regieren. Nein! Ich trete an, für das Original!

Denn nur wo SPD drauf steht, ist auch Sozialdemokratie drin!

  • Ich trete an, weil ich zu den Werten stehe, die unsere Partei so groß gemacht haben und sie wieder den Stellenwert erreichen müssen, wie es in NRW unter Johannes Rau der Fall war!
  • Ich trete an, um mit Euch und den Menschen -gemeinsam- für den überfälligen

Wechsel zu sorgen! Und um die SPD, entschlossen zum Sieg zu führen!

  • Daher bitte ich euch jetzt, im Wahlkampf und danach, um Eure Unterstützung!

Vielen Dank, liebe Genossinnen und Genossen!

Glück auf!